Das Deutsche Gymnasium für Nordschleswig
- eine besondere Schule

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Schneevergnügen in Dänemark und Deutschland

von Nele Mai Junge

Eine dicke Schneeschicht in Teilen von Dänemark sowie Dauerfrost in Deutschland. Der Februar brachte eisige Temperaturen und vielerorts auch Schnee.
In vielen Teilen Deutschlands und Dänemarks lockten der zusätzliche Sonnenschein und der wolkenlose Himmel die Menschen aus ihren Häusern. Von verschiedenen Schülern wurde mir berichtet, dass sie das herrliche Wetter für einen Spaziergang an der frischen Luft, für eine Schneeballschlacht, zum Schlittenfahren und Schneemannbauen nutzten.
Da schon bald der Frühlingsanfang vor der Tür steht, kommen hier noch einige Eindrücke von dem Wintereinbruch in beiden Ländern.

 

DGNews – die neue elektronische Schülerzeitung am DGN

von Gerret Liebing Schlaber

Willkommen zur ersten Ausgabe unserer neuen SchülerzeitungSchon lange bestand der Wunschsowohl das DGN in der medialen Öffentlichkeit präsenter zu machen als auch ein Forum zu schaffen, in welchem Schülerinnen und Schüler unserer Schule sich zu ihren Erfahrungen, Interessen und Wünschen im Rahmen der Schule und darüber hinaus zu aktuellen Themen äußern können. 

Unsere ersten DGNews haben – nicht ganz überraschend – den Schwerpunkt “Schule im Lockdown”.  Hier erfahrt Ihr aus persönlicher Sichtwie diese ungewöhnliche Situation unseren Alltag beeinflusst und uns nicht nur im Schulleben vor zahllose neue Herausforderungen stellt, aber in der wir trotzdem viel Spannendes in unserem Schulbetrieb erleben. 

Noch aber stehen wir ganz am Anfang. Vieles müssen wir erst ausprobieren (z.Bob die DGNews als Blog erscheinen oder doch als festgefügte Ausgaben gestaltet werden sollen)Umso mehr freuen wir uns über Hinweise und Ideen von Eurer Seite – und nicht zuletzt über Beiträge auch von Nicht-Redaktionsmitgliedern. Meldet Euch einfach über Lectio unter „Öffentlichkeitsarbeit“, wenn Ihr mitmachen oder etwas veröffentlichen möchtet; die AG ist immer offen.

Zuerst wünschen wir Euch aber viel Spaß beim Lesen. Und besucht auch unsere Präsenzen auf Instagram (@deutschesgym) und Facebook (Deutsches Gymnasium für Nordschleswig)! 

Schulstart 2021 im Home Office

Eindrücke aus den ersten Wochen im neuen Schulhalbjahr

von Nele Mai Junge

Am 04.01.2021 waren die Weihnachtsferien vorbei und die Schule begann wieder. Anders als erhofft trafen sich die Schüler jedoch nicht in den Klassenräumen des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig, sondern es begann mit einer virtuellen Neujahrsansprache des Schulleiters Jens Mittag über Google Meet. Danach kehrte jeder Schüler in sein virtuelles Klassenzimmer auf Microsoft Teams ein und der ganz „normale“ Unterricht begann.  

Leere Gänge im Lockdown. Alle freuen sich auf das Wiedersehen in der Schule.

In der ersten Woche nach den Ferien sprachen Schüler und Lehrer oft davon, dass man sich freue, hoffentlich bald wieder von Angesicht zu Angesicht miteinander reden zu können. Zu dem Zeitpunkt hat wohl kaum jemand geahnt, dass sich der Lockdown bis weit in den März verlängern würde. 

Eine Umfrage unter einigen ausgewählten Schülern aus jeder Klasse hat ergeben, dass sich die Schüler im Großen und Ganzen mit der Situation abgefunden haben. Eine Schülerin des DGN berichtete: „Ich versuche das Beste aus der Situation zu machen. Mit dem Homeschooling klappt es gut. Das Gute daran ist, dass ich viel mehr Ruhe um mich herum habe und wirklich gut die Texte lesen kann.“ Doch nicht alle können nur die positiven Seiten des Homeschoolings sehen. Vielen fehlen die sozialen Kontakte und Abwechslung im Alltag: „Ich vermisse es mich mit meiner Freundin oder mit meinen Freunden zu treffen.“  

Ein weiterer Schüler berichtet: „Mir geht es eigentlich ganz gut, allerdings ist es teilweise sehr langweilig, weil man in der Regel stundenlang alleine vor dem Laptop hängt und wenig Abwechslung im Alltag hat.“ Dies versuchen die Lehrer zu berücksichtigen und so kommt es häufiger vor, dass die Lehrer dazu raten, in den Pausen an die frische Luft zu gehen. Die Umfrage zeigt, dass die Mehrheit aller befragten Schüler den Präsenzunterricht besser finden, „da es schöner ist, in der Klasse mit direktem Kontakt zu Lehrern und Schülern zu lernen, als alleine zu Hause,“ wie es ein Schüler ausdrückt. 

Außerdem waren sich die Schüler einig, dass man beim Präsenzunterricht besser dem Unterricht folgen kann. Viele denken positiv und sehen das Gute im virtuellen Unterricht, da sich die jetzige Situation sowieso nicht ändern lässt, wie es eine Schülerin benennt: „Beim virtuellen Unterricht kann ich morgens länger schlafen, ich spare Benzinkosten und bin sozusagen früher zu Hause.“ Für Schüler, die einen längeren Schulweg haben, ist dies eine erleichternde Situation und vor allem in den Wintermonaten sicherer. 

Bei der Frage, wie viel Zeit die Schüler aktuell in die Schule investieren, spalten sich die Meinungen. Ein Teil entgegnet, dass sie mehr Zeit als sonst investieren. Eine Schülerin fasst die Meinungen Aller mit den Worten zusammen: „Viel, kommt aber auf den Tag an. Manche Tage sind stressiger als andere. Ich versuche immer das Gleichgewicht zwischen Schule und Freizeit zu finden. Das gelingt mir manchmal besser als andere Male.“  

Auf die Frage, wie motiviert du dich in diesen Zeiten fühlst, gingen die Meinungen ebenfalls sehr auseinander. Eine Schülerin behauptet: „Meine Motivation fehlt. Eine weitere Schülerin meint hingegen: „Ich bin immer motiviert“. Dies zeigt, wie verschieden die Einstellungen der Schüler sind. Einig sind sich die Schüler darin, dass sie alle versuchen, ihr Bestes zu geben. Die Tipps, die die Schüler dabei nennen, sind: einen strukturierten Tagesablauf einhalten und den Blick darauf richten, nach jedem Tag dem Wochenende ein Stück näher zu sein. 

Bei der Frage, wie gut die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern klappt, sind sich alle Schüler einig, dass diese gut funktioniert: “Wir blicken also mit einem positiven Auge in die kommende Zeit und hoffen nach wie vor, uns alle bald wieder am DGN in unseren wirklichen Klassenräumen zu sehen. 

Die Deutsch-Anerkennungsprüfung 2021 – eine logistische Herausforderung

von Syster Cornils 

Die Corona-Pandemie macht allen das Leben schwer und trotzdem muss alles irgendwie weiter gehen. Das gilt besonders für die Schulen und gerade für die Abschlussklassen.  

Kurz vor Beginn der Prüfung in Flensburg

Für die 3g des Deutschen Gymnasiums stand wie in jedem Jahr die Anerkennungsprüfung (AEP) an. Mit  dem Bestehen dieser Deutsch-Prüfung nach den Regeln des Landes Schleswig-Holstein wird das dänische Studentereksamen (stxdes DGN auch als deutsches Abitur anerkannt und ermöglicht den Zugang zu sämtlichen Hochschulausbildungen in Deutschland. Die AEP ist somit für viele Schüler sehr wichtig in Bezug auf ihre Zukunft. 

Normalerweise wird die Prüfung Mitte Januar am DGN geschrieben, doch in diesem Jahr musste alles etwas anders laufen. Hierbei stand eine riesige Aufgabe vor Rektor Jens Mittag, denn alle Schüler müssen die Prüfung gleichzeitig schreiben: „Im Prinzip war ich die ganze Woche vom 11.1-17.1 damit beschäftigt. Das heißt, ich habe in dieser Woche fast nichts anderes gemacht, als mich um diese Prüfung zu kümmern. (..) Der Stress kam dadurch, dass erst eine neue Lösung erarbeitet werden musste und dass man mit zwei Ministerien zu tun hatte, die Gegensätzliches gefordert haben.“  

Lars und Ines bereiten die Prüfung in Flensburg vor

Wie Jens Mittag betont auch Schulleitungs-Mitglied Lars Jahn die gute Zusammenarbeit mit Herrn Kindl, dem Schulleiter des Alten Gymnasiums in Flensburg, in dessen Räumlichkeiten 18 Schüler die Prüfung schrieben. Auch die Hilfsbereitschaft und Kooperationen mit der Öömrang Skuul in Nebel auf Amrum, sowie Schulen in Berlin und München waren eine riesige und keineswegs selbstverständliche Hilfe. 

Ellen konnte ihre Prüfung an einem Gymnasium ihrer Heimatstadt München schreiben

Die Unterrichtsministerien, sowohl in Dänemark als auch in Deutschland, zufrieden zu stellen, war wohl eine der schwersten Aufgaben für Jens Mittag. „Also war mein Gedanke: Wenn die Deutschen fordern, dass die Prüfung durchgeführt wird, uns die Dänen es aber nicht in Dänemark machen lassen, dann müssen wir die Prüfung wohl in Deutschland schreiben. An dieser Stelle kam dann noch die SP ins Spiel, weil ich Uwe Jessen, dem Generalsekretär des BDN, von den Problemen erzählt habe. Zusammen haben wir dann die Idee entwickelt, dass jeder da schreibt, wo er ist, um eben lange Reisen und Grenzübertritte zu vermeiden.“ Gerade in solchen Situationen ist das Helfen untereinander wirklich wichtig und das hat auch diese Situation gezeigt. Dank so viel Hilfe ist es gelungen, dass alle Schüler der 3g ihre AEP schreiben konnten. 

Sowohl Lars Jahn als auch Jens Mittag betonten wie reibungslos und zufrieden sie mit dem Ablauf der Prüfung waren. Gerade für uns Schüler war es natürlich eine ungewohnte Situation. Aber wie Lars Jahn es auch aus Lehrersicht bestätigt, war diese Prüfung auch eine Gelegenheit, die Lehrer und Klassenkameraden endlich einmal wieder persönlich zu sehen und sich auszutauschen.  

Ein weiterer Dank geht natürlich auch an alle anderen Lehrer und Helfer, die das DGN bei dieser Aufgabe unterstützt haben und das alles möglich gemacht haben!  

 

Ein etwas anderer “Tag der Offenen Tür”

von Martina Lutz

Der jährliche Tag der offenen Tür am 30. Januar konnte wegen Corona nicht wie üblich ablaufen. Trotzdem standen Lehrer und Schüler bereit, mögliche neue Schüler und deren Familien das Gymnasium zu zeigen.

Die meisten Familien waren online dabei. Jede Familie wurde von mindestens einem Lehrer und einem Schüler empfangen und betreut. Es waren kleine Videos zu sehen, die die Besonderheit unseres doppelten Abiturs erklärten und die Studienrichtungen präsentierten.

Für die anwesenden Schüler war es schön, mal wieder im DGN herumzulaufen und die Lehrer wieder zu begrüßen. Die virtuellen Meetings fanden über Google Meet statt. In vielen Gruppen war die Frage der Digitalisierung ein großes Gesprächsthema.     

So schön liegt unser DGN in Apenrade (Bild aus der ZDF-HeuteShow)

Die Schüler und Lehrer trafen sich morgens, um gemeinsam ein schönes Frühstück zu genießen und den Verlauf des Tages zu besprechenAlle Teilnehmer waren sehr neugierig und hatten viele relevante Fragen, die mit großer Freude und viel Engagement von den Lehrern und Schülern beantwortet wurden. Man konnte die Positivität und Liebe zur Schule den Schülern gut anmerken und sie haben die Schule von ihrer allerbesten Seite gezeigt. Zwischendurch gab es auch genug Zeit, sich gemütlich miteinander zu unterhalten, was in dieser Zeit Gold wert ist. Es war schön, mal wieder die Schule mit ein bisschen Leben in den Gängen zu sehen.  Am Ende des Tages konnten Lehrer wie Schüler sehr zufrieden nach Hause gehen, denn trotz Corona war es ein sehr gelungener Tag.   

 

 

Europa-Abgeordnete Christel Schaldemose zu Gast im Unterricht

MdEP Christel Schaldemose (oben links) im virtuellen Unterricht am DGN

von Laura Charlotte Schmidt

Die 2a (Englisch-Wirtschaft/Politik) und das WiPo-Wahlfach hatteam 4. Februar 2021 einen virtuellen Besuch von Christel Schaldemose, seit 2006 Abgeordnete des Europa-Parlaments. Die dänische Sozialdemokratin pflegt seit langem gute Beziehungen zum DGN und nimmt jährlich einen Praktikanten bei sich im Brüsseler Büro auf. Leider hatte das Brüssel-Praktikum im Januar aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden müssen. 

Das Meeting begann mit einem kleinen Vortrag, in welchem Christel Schaldemose u.a. auf Themen wie die Pandemie, Brexit, Home-OfficeUmweltpolitik und Digitalisierung eingingDanach hatten wir reichlich Zeit, um ihr unsere Fragen zu stellen. Hat sich ihr Arbeitstag durch die Pandemie und den Lockdown geändert? Sie erzählte, dass es am Anfang Schwierigkeiten gab, eine Plattform zu finden, auf der man die Meetings abhalten konnte. Letztendlich habe das Europa-Parlament eine eigene Plattform entwickeltMittlerweile funktioniere alles reibungslos, dennoch wünsche Sie sich Ihren Arbeitsalltag vor Corona zurück.  

Zudem diskutierten wir u.a. über die Ausschüsse im Europa-Parlament, die künstliche Intelligenz im Verhältnis zu den Arbeitsplätzensowie den ständigen Wechsel des Parlamentsbetriebes zwischen Brüssel und Straßburg 

Aufgrund der vielen Fragen wurde das Meeting etwas verlängertChristel Schaldemose hat Ihren Dank ausgesprochen, dass Sie bei uns sein durfte. Sie hofft, dass wir uns hoffentlich nächstes Jahr persönlich beim Brüssel-Praktikum sehen werden. Wir hoffen alle, dass dies dann wieder möglich sein wird.  

Schulalltag einer 1g’erin im Lockdown

Katze Louise arbeitet mit beim Home Schooling

von Amira Merve Wenzel

Die Katze rennt miauend durchs Haus, mit einen Pfeifenputzer im Maul. Sie ist sehr verwirrt, warum alle zu Hause sind. Wir sitzen im vier verschiedenen Räumen. Mein Vater hat eine städtische Videokonferenz und ist ganz gestresst, denn er muss um 10 Uhr bei seiner Arbeit sein. Meine Mutter ist Lehrerin auf einer Förderschule. Sie sitzt zu Hause und fertigt Material an, um dies dann wöchentlich an ihre Schüler zu verteilen. Mein Bruder Simon sitzt im Nebenzimmer und hat virtuellen Unterricht, genauso wie ich. Es ist schwer, sich zu konzentrieren, wenn er in mein Zimmer kommt, denn er hat seine Pausen zu anderen Zeiten und bereits früher schulfrei 

Wir sind täglich zu Hause auf engem Raum. Doch es ist kein Wochenende und es sind auch keine Ferien Ein großer Vorteil beim OnlineUnterricht ist, dass ich den ganzen Tag ein gemütliches Outfit tragen kann. Eine Freundin genießt, dass sie jeden Tag länger schlafen kann, da sie keinen Bus erreichen muss.  

Ein Nachteil ist schlechtes Internet. Man schaut auf den Bildschirm und… – Warte, ist Tim eingeschlafen? Ich sehe genauer hin. Nein, das Bild ist nur eingefroren. Man hört jeden Tag die gleichen Aussagen: „Meine Kamera ist kaputt!  „Mein Internet ist schlecht.“ und „Ich kann euch nicht hören“. 

In den ersten Wochen hatten wir viele Stunden lang online Unterricht, mit sehr wenig Abwechslung. Es war sehr anstrengend. Es war gut, dass wir in unseren Klassenlehrerstunden darüber sprechen konnten Meine Lehrer haben unsere Meinungen zur Kenntnis genommen. Jetzt versuchen sie, den Unterricht so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, sodass es eine gute Balance zwischen Gruppenarbeit, Online– Unterricht und selbstständiger Arbeit ist. Wir dürfen jederzeit mit Verbesserungsvorschlägen und Wünschen kommen.  

Wir sehen uns täglich virtuell. Doch wir sind weit voneinander entfernt. Man kann sich schnell allein fühlen. Ich freue mich darauf, bald wieder in der Schule meine Klassenkammeraden zu sehen. Zusammen kann man besser meckern und lachen. Ich freue mich auf die Schule. Bis dahin wünsche ich allen eine schöne Zeit zu Hause. Macht alle das Beste aus dieser Situation!